Eine kleine Wagenburg, ringsherum nichts als Sand

Blattfederbrüche waren an der Tagesordnung. Ebenso Reifenreparaturen, manchmal mehrmals täglich

Während des Essens trocknet schon die Wäsche

 Haarschnitt gefällig ?

Ein Hanomagspiegel ist für

 vielerlei gut unterwegs

Nur ein wenig ausruhen, im Bett in meinem Cabrio-LKW

Früher gab es nichts schöneres für mich als unterwegs zu sein. Ständig neue Eindrücke, interessante Menschen und atemberaubende Landschaften. Bei Sonnenuntergang einen Lagerplatz aufgeschlagen, Katzenwäsche, etwas für den Bauch und dann die Ruhe genießen oder mit den Freunden Gespräche über Gott und die Welt.

Sich und andere kann man in der Wüste kennen lernen  Unter  extremen Bedingungen,  entdeckt  manch einer neue Seiten an sich und den Reisepartnern. Hitze, Staub, Sandstürme, bis zu 50 Grad Temperaturunterschied von Tag zu Nacht etc setzen jedem zu. 

Platz da, alleine im Sand

 schlafen mag der Hund nicht

Der Abwasch fast ohne Wasser. Wasser ist kostbar in der Wüste.

Diverse Ängste, das Wasser könnte nicht reichen, man könnte vom Weg abgekommen sein, tagelang keine Ansiedlung, leben auf engem Raum, fehlende Sanitäreinrichtungen und vieles mehr bringt manch einen an die Grenzen seiner psychischen Belastbarkeit.
Meine Erfahrung ist, dass ich mit Menschen, mit denen ich problemlos durch die Wüste reiste,  auch ansonsten nie ernsthafte Probleme bekommen habe. Manch ein Mitreisender hat sich überschätzt und  ist unterwegs "ausgestiegen". So extrem wie die Sahara ist, so extrem hat sich auch der ein oder andere Mitfahrer verhalten. In der Wüste muss man sich auf einander verlassen können. Die Wüste verzeiht Fehler nicht.

In den achtziger Jahren unternahm  ich diverse Reisen, mit verschiedenen Partnern und verschiedenen Fahrzeugen. In der Regel waren wir rund drei Monate unterwegs. Fast immer sind wir durch die Sahara nach Senegal, Togo, Ghana, Gambia oder Mauretanien und wieder zurück gefahren.
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Stand: 30. Januar 2011 09:49:49 +0100